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Schau
mir in die Augen Großer .....
Hallo erst mal, ich bin
Andrea, ich bin die Sängerin von Red Ordinary, das sind meine
Augen ... und ich kann sehen!
Teil 1 Also von Anfang an:
Bebrillt wurde ich mit ca. 20 Jahren, also schon vor .... einer ganzen
Weile (ich sag euch doch nicht wie alt ich bin). Eine Zeit lang hab
ich mich geweigert eine Brille zu tragen, dies war dann aber so kritisch,
dass ich beim Spazieren gehen die Leute freundlich zurückgegrüßt
habe, jedoch ohne zu wissen wer es überhaupt war, sehr zum Leidwesen
meines Mannes („.... Schatz, wer war das denn?“).
Das
ganze ging jedoch soweit, dass ich ohne Brille auch keinen Text auf
dem Fernseher erkennen konnte und ich auch hier auf die Hilfe meines
tapferen Göttergatten angewiesen war (bis er sich weigerte mir
die Untertitel ausländischer Filme vorzulesen!).
Auch auf der Bühne gab es einige Hindernisse (ich kann den Text
nicht lesen – ich erkenn kein Publikum und die wilden Handzeichen
unseres Mischers seh ich auch nicht). Ab diesem Zeitpunkt entschloss
ich mich etwas zu unternehmen, das war vor ca. 4 Jahren ... ich kaufte
mir Kontaktlinsen. Die Lösung all meiner Probleme ... dachte ich.
Mein erstes Date mit den Kontaktlinsen (Tageslinsen) lief dann auch
wie folgt ab:
Verpackung aufreißen – vorsichtig in der Lösung die
Linsen suchen – die zusammengekrempelte Linse auf meinem Finger
wieder vorsichtig auseinander legen und dann versuchen diese zu balancieren – sich
mit dem Finger vorsichtig Richtung Auge bewegen – Augen weit
aufreißen – Augen mit den Finger weit aufhalten (von alleine
haben diese sich geweigert) – mit dem Finger ins Auge rein (dachte
ich) –
Kontaktlinse wieder suchen (war ja nicht im Auge und nicht
auf dem Finger) – gefunden – Linse wieder vorsichtig auseinander
legen und versuchen diese zu balancieren (siehe oben) – Auge
wieder festhalten – und die Linse mutig ins Auge reinpressen
... weinen ... es brennt (ich hatte die Hände vorher eingecremt!).
2. Akt: Linse im rot verweinten Auge suchen – vorsichtig
auf die Mitte des Auges schieben – weiter weinen – Auge
zumachen und ... vorsichtig aufmachen ... „ich kann sehen“ – zwar
nur mit einem Auge welches rot ist und brennt, aber immerhin. Nur ...
ich hatte ja noch ein zweites Auge ... also das ganze noch mal (siehe
oben).
Nachdem meine Rötungen und mein Brennen nach ca. 30 Minuten besser
wurden, hatte ich also nach ca. 1 Stunde beide Kontaktlinsen in meinen
Augen ... super.
Der Abend mit Kontaklinsen auf der Bühne bewerte
ich als ... ok bis gut ... zwischendurch hatte ich das Gefühl
das Sand in den Augen ist, die Linse verrutscht sein muss (aber dann
hätte ich ja nichts mehr gesehen) bzw. die Linse verrutscht war
... aber ... ich hatte keine Brille auf. Klasse.
Wenn man ein Date anfängt, so muss man es auch irgendwann wieder
beenden. Dies war so um ca. 2 Uhr nachts (nach Abbau und Heimfahrt).
Also ich hundemüde mich vor den Spiegel gestellt um mal so ganz
locker die Kontaktlinsen heraus zu holen. Mein Mann hatte sich auch
schon mal ins Bett verkrümelt ...
nach ca. 30 Minuten aber dann
ein Rufen aus dem Schlafzimmer: „Schatz lebst du noch“ auf
dem ein weinerliches Antworten „Nein, komm bitte, ich bekomme
die Linsen nicht raus“ folgte. Meine Versuche einfach mal so
ins Auge zu fassen und die Linse zu packen und dann ganz locker herauszuholen
scheiterten, so dass ich (siehe oben) brennende rote Augen hatte.
Dem
Mut und der Unerschrockenheit (und auch seinen kurzen Gitarristen-Fingernägeln)
ist es zu verdanken, dass ich irgendwann so gegen 3 Uhr nachts ohne
Linsen ins Bett konnte ... dort hatte ich nur noch einen Gedanken:
Nie wieder!
Hier geht es zu Teil 2
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