our diary

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Die Story über Andrea´s Augen OP
2008

Schau mir in die Augen Großer .....


Hallo erst mal, ich bin Andrea, ich bin die Sängerin von Red Ordinary, das sind meine Augen ... und ich kann sehen!

Teil 1

Also von Anfang an:
Bebrillt wurde ich mit ca. 20 Jahren, also schon vor .... einer ganzen Weile (ich sag euch doch nicht wie alt ich bin). Eine Zeit lang hab ich mich geweigert eine Brille zu tragen, dies war dann aber so kritisch, dass ich beim Spazieren gehen die Leute freundlich zurückgegrüßt habe, jedoch ohne zu wissen wer es überhaupt war, sehr zum Leidwesen meines Mannes („.... Schatz, wer war das denn?“).

Das ganze ging jedoch soweit, dass ich ohne Brille auch keinen Text auf dem Fernseher erkennen konnte und ich auch hier auf die Hilfe meines tapferen Göttergatten angewiesen war (bis er sich weigerte mir die Untertitel ausländischer Filme vorzulesen!).

Auch auf der Bühne gab es einige Hindernisse (ich kann den Text nicht lesen – ich erkenn kein Publikum und die wilden Handzeichen unseres Mischers seh ich auch nicht). Ab diesem Zeitpunkt entschloss ich mich etwas zu unternehmen, das war vor ca. 4 Jahren ... ich kaufte mir Kontaktlinsen. Die Lösung all meiner Probleme ... dachte ich.

Mein erstes Date mit den Kontaktlinsen (Tageslinsen) lief dann auch wie folgt ab:

Verpackung aufreißen – vorsichtig in der Lösung die Linsen suchen – die zusammengekrempelte Linse auf meinem Finger wieder vorsichtig auseinander legen und dann versuchen diese zu balancieren – sich mit dem Finger vorsichtig Richtung Auge bewegen – Augen weit aufreißen – Augen mit den Finger weit aufhalten (von alleine haben diese sich geweigert) – mit dem Finger ins Auge rein (dachte ich) –

Kontaktlinse wieder suchen (war ja nicht im Auge und nicht auf dem Finger) – gefunden – Linse wieder vorsichtig auseinander legen und versuchen diese zu balancieren (siehe oben) – Auge wieder festhalten – und die Linse mutig ins Auge reinpressen ... weinen ... es brennt (ich hatte die Hände vorher eingecremt!).

2. Akt: Linse im rot verweinten Auge suchen – vorsichtig auf die Mitte des Auges schieben – weiter weinen – Auge zumachen und ... vorsichtig aufmachen ... „ich kann sehen“ – zwar nur mit einem Auge welches rot ist und brennt, aber immerhin. Nur ... ich hatte ja noch ein zweites Auge ... also das ganze noch mal (siehe oben).

Nachdem meine Rötungen und mein Brennen nach ca. 30 Minuten besser wurden, hatte ich also nach ca. 1 Stunde beide Kontaktlinsen in meinen Augen ... super.

Der Abend mit Kontaklinsen auf der Bühne bewerte ich als ... ok bis gut ... zwischendurch hatte ich das Gefühl das Sand in den Augen ist, die Linse verrutscht sein muss (aber dann hätte ich ja nichts mehr gesehen) bzw. die Linse verrutscht war ... aber ... ich hatte keine Brille auf. Klasse.

Wenn man ein Date anfängt, so muss man es auch irgendwann wieder beenden. Dies war so um ca. 2 Uhr nachts (nach Abbau und Heimfahrt). Also ich hundemüde mich vor den Spiegel gestellt um mal so ganz locker die Kontaktlinsen heraus zu holen. Mein Mann hatte sich auch schon mal ins Bett verkrümelt ...

nach ca. 30 Minuten aber dann ein Rufen aus dem Schlafzimmer: „Schatz lebst du noch“ auf dem ein weinerliches Antworten „Nein, komm bitte, ich bekomme die Linsen nicht raus“ folgte. Meine Versuche einfach mal so ins Auge zu fassen und die Linse zu packen und dann ganz locker herauszuholen scheiterten, so dass ich (siehe oben) brennende rote Augen hatte.

Dem Mut und der Unerschrockenheit (und auch seinen kurzen Gitarristen-Fingernägeln) ist es zu verdanken, dass ich irgendwann so gegen 3 Uhr nachts ohne Linsen ins Bett konnte ... dort hatte ich nur noch einen Gedanken: Nie wieder!

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