our diary

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Die Story über Andrea´s Augen OP
2008

Teil 4

Wir fingen mit meinem rechten Auge an. Als erstes wurden mir die Wimpern mit Klebeband festgeklebt (einige davon haben sich nach dem Ablösen auch einfach so aus dem Staub gemacht ... sah etwas lustig aus), danach kamen dann so Dinger (ich hab keine Ahnung wie die heißen) an den oberen und unteren Liedrand um die Augen aufzuhalten. Dies war ein Teil den ich als sehr unangenehm empfand (es tat nicht weh, war nur ein doofes Gefühl).

Dann wurde mir mit einem kleinen elektrischen Messer (dem Mikrokeratom) ein rundes Deckelchen aus dem Hornhautgewebe geschnitten und zurückgeklappt (nein es tut nicht weh, ist nur komisch, denn man kann ja nicht die Augen zumachen). Nachdem das Deckelchen zurückgeklappt war, wurde es auf einmal total unscharf und sehr schwammig (ich kanns nicht anders beschreiben).

Und dann gings mit dem Laser auch schon los. Er wurde auf mein rechtes Auge fixiert (bei den Voruntersuchungen wurden bereits von beiden Augen sogenannte „Fingerabdrücke“ gemacht, so dass eine Verwechselung der Seiten unmöglich für den Laser ist) und die nette Arzthelferin zählte von 20 rückwärts. Ich sah nur einen lila Lichtstrahl und es knatterte wie ein altes Moped und das war es dann auch schon.

Für alle Paniker ... verrutschen oder ausrutschen kann der Laser nicht, denn sobald ich das Auge bewege (war aber kein Problem) hätte der Laser sofort gestoppt, sich neu justiert und weitergemacht.

So jetzt noch Deckelchen wieder zurückklappen und .... boah ist dass scharf ... unglaublich ... ich sehe aber so was von scharf. Leider nur kurz, denn jetzt bekomme ich wieder Augentropfen (Antibiotische gegen evtl. Entzündungen) und eine wunderschöne „Biene-Maja-Augenklappe“ (mein Mann und meine Tochter meinten ich sehe eher wie der Commander des Fischgeschwaders aus Star Wars aus ... sehr nett).

Na, das ging aber schnell denke ich mir noch und überlege wie viele Finger ich wohl der netten OP Schwester gebrochen habe ... aber hier sei auch noch mal gesagt, ich hatte keine Schmerzen.

So nun gings ans andere Auge, dieselbe Prozedur wie vorher, nur hatte ich das Gefühl es ging noch schneller. Augenklappe drauf und ... fertig.

Mit den Anweisungen des Arztes (die nächsten 2 Stunden die Augen geschlossen zu halten und morgen früh zur Nachsorge zu kommen) fuhren wir nach Hause. Dort angekommen war mir schlecht ... nicht wegen der OP, sondern weil ich mit geschlossenen Augen von Heidelberg nach Schwetzingen im Stop-and-Go Feierabendverkehr nach Hause fahren musste.

Der Abend war völlig schmerzfrei und ich versuchte zwischendurch mal immer wieder (wenn mein Mann nicht schaute) auszuprobieren ob ich was sehe. Es war schon unglaublich, ich sah fast komplett scharf. Die Nacht war ruhig und ohne Probleme und am nächsten morgen durfte ich die Augenklappe dann entfernen. Zur Nachuntersuchung musste ich noch eine Sonnenbrille tragen, auch damit keine Sandkörner oder Staub etc. ins Auge kommt, bei der Überprüfung hatte ich aber auf dem rechten Auge schon (noch nicht mal 24 Stunden danach) 100 % Sehkraft.

Insgesamt hatte ich vier Nachuntersuchungen bei denen ich auch perfekt vom Team betreut wurde. An dieser Stelle möchte ich nochmals herzliche Grüße an die Augenpraxisklinik Heidelberg schicken und danke sagen.

Nach drei Monaten war meine komplette Sehschärfe (vorher gibt es durch den Heilungsprozess immer mal wieder Schwankungen) auf 100 % bei beiden Augen (besser geht’s nicht sagte der Doc) und ich bin hell auf begeistert und würde es jederzeit wieder machen lassen.

Ich muss jedoch auch sagen, ich hab mich wirklich an alle Anweisungen meines Arztes (bzgl. Sport, Sauna, Augentropfen ... usw.) gehalten und hatte überhaupt keine Nebenwirkungen oder Probleme.

Heute ...zehn Monate nach der OP laufe ich teilweise immer noch grinsend durch die Gegend, weil es manchmal noch überwältigend ist alles so scharf zu sehen (wenn ihr mich also grinsend auf der Bühne seht, könnte es daran liegen, dass ich euch endlich sehe)

Mein
Mann hatte natürlich bedenken, was nach der OP ist ... immerhin seh ich ihn ja dann zum erstenmal so richtig scharf ... an dieser Stelle meinen Dank auch an ihn, weil er mich immer so toll unterstützt hat und deshalb möchte ich dir sagen:

„ ... schau mir in die Augen Großer!“